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Mittelstand und staatliche Rahmenbedingungen, 11.11.07 (www.fleischerblog.de)


Fleischerblog, Sonntag, 11. November 2007

Motivations-Bremse für die Fleischerbranche

Benzinpreis auf Rekordniveau
Ermäßigter Steuersatz für Lebensmittel (7%) vor dem Aus
Staatliche Auflagen für Mittelstand Besorgnis erregend
Folgt jetzt die Probe der Belastbarkeit der deutschen Wirtschaft?
Offensichtlich sind wir hier auf Fleischer/Metzgerblog mit dieser Sorge nicht allein. So habe ich auch erneut gern eine Einladung der Burschenschaft Normannia-Nibelungen zu einem besonderen Event angenommen. Im Rahmen der III. Bielefelder Ideenwerkstatt referierte dort am 10. November 07 Dr. Jürgen Höpfner, Verkaufsleiter Höpfner Fashion Line GmbH, Langer Brink 33, D 33790 Halle zum Thema
Mittelstand und staatliche Rahmenbedingungen
Das Referat wurde zu einer beeindruckenden Analyse von Ursachen gebremsten Wachstums in Deutschland. Ich greife aus der Vielzahl ermittelter Gründe hier solche Faktoren heraus, die vornehmlich auch für die mittelständische Fleischerbranche von Bedeutung sind:
Der Mittelstand, so der Referent, erwirtschafte zwar 65% des deutschen Volkseinkommens, habe aber keine entsprechend große Lobby.
Die Interessen-Vertretung Deutschlands in Brüssel sei unterrepräsentiert. So finanziere Deutschland ca. 22% des EU-Haushalts, stelle in Brüssel aber nur etwa 12% der Abgordneten.
Der Abbau von Subventionen würde in Deutschland derzeit zu zögerlich voran getrieben.
Das Kündigungsrecht sei zu liberalisieren, um den Arbeitsmarkt zu entspannen. Deutschland habe zwar ca. 3.5 Millionen Arbeitslose. Wenn aber gleichzeitig etwa 1 (eine) Million Leute in Personal-Vermittlungsgesellschaften tätig wären, dann gälte es, hierfür nach Gründen zu suchen. So läge eine wesentliche Ursache für relativ hohe Arbeitslosigkeit der Arbeitskräfte über 55 Jahre im derzeitigen Kündigungsrecht. Denn ein 55 Jahre alt werdender Arbeitnehmer, der mindestens zehn Jahre im Betrieb tätig ist, würde unkündbar. (…)
Die anschließende Diskussion wurde ausgesprochen lebhaft, da auch viele „Alte Herren“ aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands angereist waren. Auch hier konnte ich wieder die besondere Gelegenheit nutzen, mich mit dem Referenten ausführlich zu unterhalten.
Fragen:
Halten Sie die Sichtweise des Referenten für zutreffend?
Sehen Sie in Ihrem Betrieb noch Spielraum, den (Eventual-)Steuersatz von demnächst 19% MWSt. auf Ihre Kunden zu überwälzen?
Ich sehe Ihren Kommentaren mit Interesse entgegen.
Herzliche Grüße sendet
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

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