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Gedenken an 2000 Jahre Schlacht im Teutoburger Wald
Pünktlich zum Start des „Varusjahres 2009“ mit dem Jubiläum der denkwürdigen Schlacht im Teutoburger Wald, lud die Bielefelder Burschenschaft Normannia-Nibelungen am 17.01.2009 zu einem Festkommers an den Fuße des Hermannsdenkmales bei Detmold ein, um mit Farbenstudenten und Freunden dieses historische Ereignis zu feiern. Es war dies zusätzlich die erste waffenstudentische Veranstaltung am Hermannsdenkmal seit über 50 Jahren.
Über 150 Gäste folgten der Einladung und sorgten für einen festlichen Rahmen des Kommerses und einen dichtgefüllten Saal. Besonders betont wurde durch die veranstaltende Burschenschaft, daß die Feierstunde nicht nur Korporierte nach Detmold lockte, sondern auch viele Vertreter des öffentlichen Lebens und der Politik, sowie interessierte Bürger, die den Ideen der burschenschaftlichen Bewegung nahestehen. Somit waren nicht nur Farbenstudenten aus dem gesamten deutschen Sprachraum und aus allen Dachverbänden angereist, sondern auch zahlreiche nichtkorporierte Teilnehmer anwesend.
In den Grußworten betonten besonders die Vertreter der Vorsitzenden Burschenschaft der Deutschen Burschenschaft, aber auch der Vertreter des Freiheitlichen Akademikerverbandes Österreichs, die Wichtigkeit der Hermannschlacht für die deutsche Geschichte und mahnten im Gedenken an die Einigungsleistung der historischen Figur des Arminius zu Geschlossenheit in der deutschen Studentenschaft, aber auch im deutschen Volke bei zukünftigen Herausforderungen. Daß Zusammenhalt und Einigkeit stark mache, sei die historische Hauptbotschaft der Schlacht.
Der Festredner des Kommerses, Dr. Wolfgang Lippek vom „Verein Arminiusforschung“, beschäftigte sich ausführlich und launig mit der wissenschaftlichen Diskussion über den Schlachtort und verschaffte den Anwesenden einen Überblick über die historische Forschung im Zusammenhang mit der Schlacht und der historischen Person des Arminius. Gegen Ende seiner Ausführungen betonte er, daß die germanische Idee der Freiheit seit der Schlacht im Jahre 9 n. Chr. immer wieder eine Große Rolle in der deutschen Geschichte spielte und auch für die Zukunft als historisches Vermächtnis der damaligen Ereignisse gelten könne.
Zum Abschluß der offiziellen Veranstaltung begaben sich die Teilnehmer in einem Fackelzug zum nahegelegen Hermannsdenkmal und mit Schillers Mahnworten an das deutsche Volk und dem Absingen des Liedes der Deutschen fand der offizielle Teil sein Ende.
Quelle: Zur Zeit, 4/2009